Ein Paar fährt auf einem Radweg durch die Weinberge oberhalb des Bodensees. Der See ist im Hintergrund zu sehen.

3 Tage auf dem Bodensee-Radweg

Ein Träumchen auf Rädern
10.8.20269 min. Lesedauervon Hirsch & Greif
Bei einer Radtour am Bodensee erlebt man Naturidylle, Kulturgenuss und Kulinarik. Dank der Bodensee Card PLUS sind 160 kostenlose Attraktionen inklusive.

Mit dem Rad auf dem Bodensee-Radweg unterwegs

Drei Länder, ein See und jede Menge Rückenwind
Wenn nicht jetzt, wann dann? Der Bodensee-Radweg wird vierzig. Damit ist er nur ein paar Jahre älter als wir. Passt doch! Die Radtour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz steht schon lange auf unserer persönlichen Bucket-List. Auf diesem Zettel haben wir all die Touren aufgeschrieben, die wir einmal im Leben machen wollen. Unser Bucket-Zettel hängt am Kühlschrank. Zu hoch gehängt? Das ist natürlich das klitzekleine Risiko. Wenn Du Dich so freust auf ein Rad-Wochenende, sollte es schon megasuper sein. Spoiler: Das war es tatsächlich! Auch deshalb, weil wir uns ein Sahnestückchen des Radweges auf der deutschen Uferseite herausgegriffen haben. Wirklich ein Träumchen zu zweit. Mit Rädern untendran – und der Bodensee Card PLUS in der Hand.

Erlebnisreiche Radtour um den Bodensee

Bodensee-Radweg
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Erste Etappe auf dem Bodensee-Radweg

Dem See entgegen, ganz ohne Eile
8.00 Uhr:
Vorweg gesagt: Es gibt nur einen Bodensee, abertausend Wege, ihn mit dem Rad zu erkunden. Der wohl bekannteste ist der Bodensee-Radweg. Er erstreckt sich auf voller Länge über 260 Kilometer. Das überlassen wir vorerst den trainierten Hobby-Athleten. Wir schauen nicht auf die Uhr, sondern auf Natur, Kultur und auf das, was auf den Tisch kommt. Unsere Räder haben Klappständer – wir werden sie benutzen. Was nicht bedeutet, dass wir Extra-Runden drehen: Die erste führt ums Frühstücksbuffet. Gute Nährstoffe sind so wichtig beim Radeln.9.00 Uhr:
Die Verlockungen am Bodensee sind zahlreich – und trotzdem sollte man sich nicht zu viel vornehmen. Für uns gilt: weniger Kilometer, mehr Erlebnisse. Darum stellen wir unsere Räder auf Genussmodus. Noch ein Wort zur Ausrüstung: Ob man mit E-Bike unterwegs ist oder komplett selbst kurbelt, bleibt Geschmacksache. Was man allerdings an Bord haben sollte: die Bade- und Picknick-Ausrüstung. Das passt in die großen Satteltaschen. Check! Alles drin, alles dran, Luft in den Reifen – und los geht’s im Radolfzeller Hafen, gleich gegenüber des Bahnhofs.
9.30 Uhr:
Wie? Schon da? Das geht ja schnell. Eine wundervolle Strecke durchs verträumte Aachried liegt hinter uns. Eigentlich hat sich die Tour schon wegen der die ersten fünf Kilometer gelohnt. Allein auf weiter Flur kurbeln wir durchs weite Naturschutzgebiet. Zur perfekten Tageszeit, als sich der leichte Bodennebel verzieht. Und trotzdem kommen gleich die Klappständer zum Einsatz. Wir wechseln für kurze Zeit das Verkehrsmittel. Wenn wir schon hier sind, wollen wir zur See fahren.
Das Bild zeigt Fahrradfahrer, die - ihr E-Bike neben sich her schiebend - durch die Altstadt von Radolfzell am Bodensee bummeln.
Genussradeln zwischen See und Altstadt
Abseits des Autoverkehrs laden charmante Altstädte rund um den Bodensee zum entspannten Entdecken ein.
10.00 Uhr:
Die freundlichen Leute beim Kanuverleih reichen uns alles, was wir nicht selbst dabeihaben. Im ruhigen Teil des Untersees lässt sich leicht paddeln. Wir hatten uns zuvor angemeldet. Hat wunderbar geklappt. Wir stechen in See, sozusagen wörtlich. Mit dem Paddel von oben nach unten. Da drüben im Osten macht’s die Sonne von unten nach oben. Man könnte fast meinen: Die Sonne kommt uns entgegen. Inzwischen steht sie direkt überm Säntis. Vom See aus gesehen ist das beeindruckend. Was für eine Kulisse! Oh ... Paddeln nicht vergessen, stimmt ja.
Das Bild zeigt eine Segelschule beim Segeln mit Opstimisten-Jollen auf dem Bodensee.
Vier Menschen paddeln in einem Kanu über den Bodensee.
Wo der Horizont auf Abenteuer trifft
Der Bodensee ist nicht nur ein Paradies für Radfahrer, sondern auch für alle, die das Leben am Wasser genießen möchten.
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12.30 Uhr:
Zurück auf dem Rad. Ab sofort sind die Beine wieder zuständig für den Vorschub. Das Aachried war so schön, da kann man gerne hin und zurück fahren. Wir passieren unseren Ausgangspunkt und entdecken gleich dahinter rechter Hand einen Biergarten mit Seeblick. Ein leichter Mittagstisch wird gereicht. Laura entscheidet sich für Kartoffelrösti mit Hüttenkäse und frischen Kräutern, ich mag ein Bauernbrot mit Camembert und Feigensenf. Ideal für uns ambitionierte Kurzstrecken-Fans. Gute Gelegenheit, um die Getränkevorräte für die Weiterfahrt aufzufüllen. Natürlich mit einem original Bodensee-Apfelsaftschorle. Ehrensache. Dafür wurde es vermutlich erfunden. In der ganzen Bodenseeregion gibt es aber auch viele Trinkwasserbrunnen, an denen man unterwegs seinen Durst löschen kann.13.30 Uhr:
Die Sonne steht im Zenit. Jetzt ein sanfter Fahrtwind. Schöner kann’s kaum sein, zumal wir am Nordufer des Untersees entlang gleiten. Wie meistens am See schiebt uns eine leichte Luft von Südwest. Rechts wird der Blick frei auf die Reichenau. Aber wir konzentrieren uns auf den Radweg. Wir sind ja nicht alleine unterwegs. Nach einem kleinen Wäldchen taucht die Reichenau wieder auf. Im schönsten Licht! Wer jetzt noch weiter fährt, dem kann man nicht helfen. Foto-Pause am Bänkchen. Alles wie gemalt.15.30 Uhr:
Ach, wie schön ist Konstanz. Höchste Zeit für einen dritten Kaffee. In einem Café an der Marktstätte kommt er mit einem hausgemachten Kuchen. Der ist so gut, dass man am liebsten nach dem Rezept fragen möchte. Zu unserem nächsten Stopp überqueren wir den See mit dem Schiff, montags ist die Fahrradmitnahme sogar kostenlos. Bevor es weiter geht, entscheiden wir uns noch spontan für eine Stadtführung und melden uns in der Tourist-Information an. Die historische Altstadt ist so beeindruckend – darüber möchten wir mehr erfahren!
Die Einfahrt in den Konstanzer Hafen im Abendrot. Links ist die Imperia-Statue zu sehen.
Eine dreigeschossige Fähre fährt auf dem Bodensee.
Konstanz in Gold getaucht
Zwischen Imperia, Hafenpier und Bodenseeschiffen beginnt der Tag in Konstanz mit beeindruckenden Ausblicken aufs Wasser.
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18.00 Uhr:
Von der Imperia bis zum Konzil haben wir so viel spannendes über die Geschichte von Konstanz gehört. Nun sind wir rechtzeitig wieder am Hafen angekommen und sammeln unsere Räder ein, die wir dort geparkt haben. Es dauert noch etwas, bis unser Schiff einläuft. Bleibt Zeit, kurz über etwas praktisches zu sprechen: Nämlich die Bodensee Card PLUS. Wir haben sie für drei Tage gekauft. Das ist nicht nur günstig, sondern spart auch Zeit. Kein Warten an den Schaltern der Bodenseeschifffahrt, die Kanufahrt heute Morgen war in der Bodensee Card PLUS inbegriffen und die Stadtführung durch Konstanz ebenfalls.19.30 Uhr:
Ankunft in Uhldingen. Vom Schiff aus erkennen wir die Pfahlbauten. Kann das historische Weltkulturerbe einen Tag warten? Es kann! Wir ziehen es vor, aufs Ankommen anzustoßen, beziehen unsere Zimmer und schauen, von welchem Restaurant wir uns die berühmten Felchen servieren lassen. Wer die Wahl hat, …

Highlights am Bodensee-Radweg: Tag 1

Diese Stopps machen den ersten Tag unvergesslich
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Tag 2: Radgenuss zwischen Uhldingen und Friedrichshafen

Vom Frühstücksbuffet ins UNESCO-Welterbe
9.00 Uhr:
Bewährte Taktik beim Radfahren im Genussmodus: Extrarunde am Frühstücksbuffet. Marmelade, Honig, eingelegte Köstlichkeiten. Wie praktisch, dass das Pfahlbaumuseum erst um 10.00 Uhr öffnet.10.00 Uhr:
Gleich mit der ersten Gruppe des Tages rein ins Museum. Der Eintritt ebenfalls in der Bodensee Card PLUS enthalten, das nur am Rande erwähnt. Beeindruckend, wenn man die Geschichte am Original-Schauplatz abschreiten kann. Kein normales Museum. Sondern ein Weltkulturerbe. So wird die Steinzeit viel anschaulicher. Ich hätte nicht gedacht, dass die Anlage so groß ist. 23 Pfahlbauhäuser wurden renoviert. Wirklich imposant!
Das Bild zeigt das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen, das mit den Pfahlbaudörfern aus der Stein- und Bronzezeit das UNESCO Weltkulturerbe am Bodensee sichtbar macht.
Wo die Vergangenheit auf dem Wasser lebt
m Pfahlbaumuseum Unteruhldingen wird die Welt der ersten Siedler am Bodensee am Originalschauplatz lebendig.
12.00 Uhr:
Ein selten erwähnter Vorteil des Bodensee-Radwegs ist es, dass man weder auf Karte noch auf Fahrrad-Navi schauen muss. Man fährt einfach dorthin, wo es am schönsten ist. Immer am See entlang. Das Stück zwischen Uhldingen und Meersburg gilt als eines der schönsten Abschnitte. Wir wissen seit eben, warum das so ist.13.30 Uhr:
Zugegeben, wir wollten keine Berge hochschieben, aber für Meersburg machen wir eine Ausnahme. Aus zwei Gründen: Schlossbesichtigung und Kaffee. Die Steigstraße, die von der Unterstadt hoch zur Burg führt, ist zwar steil, aber im Grunde eine Sehenswürdigkeit für sich. Vielleicht besser: Eine Sehenswürdigkeit, in der Häppchen serviert werden – mit vielen Cafés, Restaurants und kleinen Spezialitäten-Läden.14.30 Uhr:
Wir gehen über die Zugbrücke ins Mittelalter. Im wörtlichen Sinne. Wir hatten uns für eine Themenführung angemeldet – und bleiben ganz im Thema. Es geht um „Essen und Trinken im Mittelalter“. Nur zwanzig Minuten – aber extrem spannend. Es kommt uns vor, als würde sich am Bodensee die gesamte Menschheitsgeschichte widerspiegeln. Wahrscheinlich stimmt das sogar. Was sich stimmt: Auch hier funktioniert unsere Bodensee Card PLUS. Die Anschaffung hat sich gelohnt.
Blick von einem Weinberg hinunter auf einen kleinen Hafen.
Die Burg Meersburg thront über dem Bodensee.
Zwischen Weinreben und Seeglück
Zwischen Uhldingen und Meersburg treffen sonnige Rebhänge, historisches Hafenflair und weite Bodenseeblicke aufeinander.
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15.15 Uhr:
Bleiben wir auf dem Boden der Gegenwart. Unser Tagesziel ist Friedrichshafen. Bis dahin sind es ein paar Kilometer. Langsam gewöhnen wir uns an die traumhafte Kulisse. Zu unserer Rechten Sonne, Alpen und See. Zu unserer Linken Villen, Weinberge und kleine Entdeckungen. Durch Hagnau schaffen wir es. In Immenstaad können wir nicht mehr anders. Die Tendenz geht klar zum dritten Kaffee. Radfahren und Kaffee, das gehört einfach zusammen. Wo kann man ihn stilvoller genießen, als in Immenstaad im wunderbaren Café mit Seeblick? Und weil’s hier schön ist, gehen wir fließend zur Verkostung eines heimischen Weines über. Ein sommerlich leichter, bitte. Ein Radlerviertele, sozusagen.
17.00 Uhr:
Tiefenentspannt schieben wir unsere Räder durch die Fußgängerzone von Friedrichshafen. Vorn am Ufer, drüben auf der österreichischen Seite erkennen wir den Pfänder. In diese Richtung geht es morgen weiter. Wir gehen zum markanten Turm mit seinen gestapelten Treppen, der vorne an der Mole steht. Diesen Aussichtspunkt kann man kaum auslassen. Dann schauen wir mal, welche Speisekarte uns in Friedrichshafen am besten gefällt. Appetit wäre vorhanden. Wir sind ja mit dem Rad unterwegs.
Zwei Personen fahren auf ihren Fahrrädern an einer Apfelwiese vorbei.
Auf zwei Rädern durchs Obstparadies
Vorbei an Streuobstwiesen und Plantagen führt der Bodensee-Radweg durch eine Kulturlandschaft, die seit Generationen vom Obstbau geprägt wird.

Highlights am Bodensee-Radweg: Tag 2

Von Pfahlbauten bis Seepanorama
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Tag 3: Aktive Erholung in Friedrichshafen

Heute heben wir ab, ganz ohne Fahrrad
9.00 Uhr:
Man sagt ja beim Tourenfahren, am dritten Tag spüre man die Waden. Das können wir nicht bestätigen. Der Genussmodus, mit dem wir auf den Uferradwegen unterwegs sind, macht sich angenehm bemerkbar. So leicht sind wir selten aufgestanden im Urlaub. Und das gewiss nicht nur wegen der Extra-Runde am Frühstücksbuffet entlang.10.00 Uhr:
Zugegeben, wir sind keine Technikfreaks. Trotzdem sind wir gespannt aufs Zeppelin Museum. Wegen der Bauhaus-Architektur. Wegen der modernen Kunst, darunter Werke aus dem Nachlass von Andreas Feininger. Trotzdem können wir nicht ins Zeppelin Museum, ohne einen Zeppelin zu betreten. Im Passagierbereich der Hindenburg fühlen wir uns, als würden wir gerade über den Bodensee gleiten.
Eingangshalle mit den Exponaten zur Geschichte der Luftfahrt.
Das Bild zeigt Besucher*innen im Zeppelin Museum in Friedrichshafen sowie eine Treppe, die zum Betreten des begehbaren Nachbau des Luftschiffes Hindenburg führt.
Zwischen Innovation und Höhenflug
Originalexponate und interaktive Ausstellungen machen die Geschichte der Zeppeline am Bodensee lebendig und greifbar.
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12.00 Uhr:
Beim Radurlaub bitte das Radfahren nicht vergessen. Dem feinen Frühstück verdanken wir es, dass wir zur Mittagszeit gerne in die Pedale treten. Wir haben schließlich noch etwas vor. Außerdem haben wir Bikini und Badehose mitgenommen. Nicht umsonst. Strandbadtechnisch haben wir nur eine Frage zu beantworten: Langenargen, Kressbronn oder Wasserburg?13.00 Uhr:
Die Wahl fällt auf das Naturstrandbad Kressbronn. Hab ich schon erwähnt, dass sich die Bodensee Card PLUS zum wiederholten Male bezahlt macht? Museum, Strandbäder, Burgen – alles drin im Preis. Weil die Strecke nicht mehr lange geht, haben wir einen Strandkorb ergattert. Ich wüsste nicht, an welchem Ort der Welt es gerade schöner wäre.14.00 Uhr:
Bodensee. Sonne. Standkorb. Hier bleiben wir.15.00 Uhr:
Ach… lass uns noch etwas hierbleiben.16.00 Uhr:
Ich will nochmal ins Wasser, kommst du mit?
17.00 Uhr:
Lass uns ein andermal nach Lindau und dann weiter nach Österreich und in die Schweiz fahren. Wir brauchen ja einen Grund, um wieder zu kommen. Und lass bitte den Eintrag „Bodensee“ auf unserer Bucket List stehen. Hier waren wir nicht das letzte Mal. Schau auf die Karte der Radregion Bodensee. Da sind so viele Nebenrouten zum Bodensee-Radweg eingezeichnet. Die sollten wir einmal im Leben befahren haben, was meinst du?
Ein Pärchen sitzt am Ufer des Bodensees und schaut in die Ferne. Über den ruhigen See fährt ein Schiff.
Der schönste Umweg ist manchmal eine Pause
Auf dem Bodensee-Radweg bleibt Zeit, den Blick über das Wasser schweifen zu lassen. Zwischen den Etappen entstehen oft die schönsten Urlaubsmomente.

Highlights am Bodensee-Radweg: Tag 3

Von Luftfahrtgeschichte bis Lieblingsplatz am Wasser
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FAQ zum Bodensee-Radweg und zur Bodensee Card

Fünf Fragen, die dir die Tourenplanung leichter machen

3 Tage auf dem Bodensee-Radweg

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