Der Ort verfällt. Die Geschichte bleibt.Verlassene Orte für Unerschrockene
Verlassene Orte ziehen magisch an. Sehsuchtsorte seit jeher. Tatsächlich ist die vielleicht meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Baden-Württemberg ein Lost Place: Schloss Heidelberg. Verfallen seit 1784. Aber an dieser Stelle soll es nicht um Ruinen gehen, die alle kennen. Hier geht es um Geheimtipps. Um Schlösser, die erst vor Kurzem aufgegeben wurden. Um ein Freibad, das vor 50 Jahren zum letzten Mal mit Wasser gefüllt wurde, oder ein Dorf, das vor rund 90 Jahren radikal umgesiedelt wurde. Lost Places sind deshalb so schaurig, weil sie häufig eine Geschichte mitbringen, die nicht zwangsläufig in einem Happy End mündet. Aber so ist das Leben. Man sollte sich auch den Schattenseiten stellen und zugeben: Auch diese besitzen eine ästhetische Faszination.
Ein Nebeneffekt der dunklen Kapitel: Wenn du eine gruselige oder nostalgische Stimmung einfangen möchtest, bist du an diesen Sehnsuchtsorten nicht auf schönes Wetter angewiesen. Manche freuen sich, wenn Nebelschwaden in der Luft hängen, andere brechen schon am hellen Morgen auf, um die Stimmung inklusive Morgentau einzufangen. Allerdings bitten wir um freundliche Beachtung: Viele Lost Places sind privat oder abgesperrt. Aus Gründen! Verboten ist verboten – und wo nichts dransteht, betrittst du die Orte in jedem Fall auf eigene Gefahr. Alle acht Tipps haben aber eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie sind allein wegen des Blicks von außen schon die Reise wert.