Schätze zwischen Himmel und ErdeOberschwaben-Allgäu berührt: Kloster Ochsenhausen
31.12.20256 min. Lesedauervon Hirsch & Greif
Einzigartige Meisterwerke, himmlische Klänge und funkelnde Sterne – entlang der Oberschwäbischen Barockstraße verbinden sich Kultur und Natur zu einer unvergesslichen Auszeit. Begleite uns bei einer Tour durch das Kloster Ochsenhausen.
Eine Welt voller Pracht und TiefeBarocke Sehnsuchtsorte
Manchmal braucht’s einfach eine Pause vom Alltag – aber bitte mit Stil. Also machen wir uns auf nach Ochsenhausen. Dort glänzt das barocke Kloster mit prunkvoller Architektur und mit einem Orgelspiel, das direkt ins Herz geht. Wenn die letzten Töne verklungen sind, wartet schon der nächste Genuss: stille Wege entlang des Krummbachs. Dort gehen Kultur und Natur Hand in Hand spazieren.
Unsere Reise führt uns mitten hinein ins Herz der Oberschwäbischen Barockstraße – ein echtes Erlebnisband mit über 50 barocken Stationen, verteilt auf vier Routen und 860 Kilometer voller Geschichte, Glanz und Geheimtipps. Ob du dich treiben lässt oder gezielt Highlights ansteuerst: Hier wird aus jeder Etappe ein kleines Fest für die Sinne.
Los geht unsere Reise, die zeigt, wie charmant Kultur sein kann.
Eine Orgel der Superlative in der barocken Kulturlandschaft Oberschwabens.
Kunstgenuss in Oberschwaben-AllgäuKurz und knackig:
1
Barock zum Staunen
Wenn du Kultur liebst, solltest du dir 2026 im Kalender markieren – denn die Oberschwäbische Barockstraße feiert 60 Jahre Kunst, Musik und Architektur. Und das nicht mit verstaubten Ausstellungsstücken, sondern mit einem Festjahr voller Live-Erlebnisse, Musik, Kunst und barocker Pracht, die sich ganz neu ins Rampenlicht stellt.
2
Klangwelten deluxe
Die berühmte Gabler-Orgel in der Basilika St. Georg ist kein Instrument – sie ist ein Erlebnis. Ihr Klang verbindet Himmel und Erde, und wer einmal zuhört, versteht, warum Barock nicht nur schön, sondern auch berührend ist.
3
Auszeit im Grünen
Wenn du nach all dem Prunk mal durchatmen willst – kein Problem. Der Krummbach schlängelt sich ganz entspannt durch die Landschaft und lädt zum Spaziergang mit Geschichte ein. Hier trifft barocke Eleganz auf stille Natur – und du mittendrin.
Blick nach obenPrachtvolle Fresken im Kloster Ochsenhausen
Nach dem kleinen Orgelkonzert treffen wir in der ehemaligen Benediktiner-Reichsabtei den Bibliothekar und Gästeführer Andreas Kreißig. Er führt uns zu prachtvollen Räumen hinter mächtigen Mauern: einer Bibliothek voller kostbarer Bücher, Treppenhäusern mit illusionistischen Malereien und der ehemaligen Prälatur. Dort residierten einst die mächtigen Fürstäbte.
„Mein Lieblingsort ist die Bibliothek, ihr Wissensschatz ist immens.“
Andreas Kreissig, Bibliothekar und Guide
Die Architektur und die Kunst im Kloster erzählen vom Anspruch der Mönche. Sie wollten sowohl geistliches als auch politisches Zentrum sein. Und das war Ochsenhausen damals wirklich. Schon die Treppenhäuser bringen dich als Gast zum Staunen. Ihre Deckenfresken gaukeln eine Tiefe vor, die in der Kuppel gar nicht wirklich existiert – ein tolles Beispiel für die illusionistische Kunst der Barockzeit.
Wir schauen fasziniert nach oben, bevor der Weg uns weiter zur historischen Sternwarte führt. Uns begleitet wieder Musik: Im Kloster ist die Landesakademie untergebracht, eine Musikschule für Nachwuchstalente. Hinter vielen Türen wird hier eifrig geprobt.
Tipp für deinen Besuch im Kloster Ochsenhausen:
Nimm dir unbedingt Zeit für das Refektorium – beim Rundgang wirkt der barocke Speisesaal wie ein Fest für die Augen. Früher haben unter den prachtvollen Malereien die Mönche gegessen, heute die Gäste der Landesakademie. Und du mittendrin – fast wie eingeladen.
Das Kloster Ochsenhausen ist ein Spiegelbild kirchlicher Macht.
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Auszeit in der NaturWandern am Krummbach
Nach all dem barocken Glanz zieht es uns raus ins Grüne – entlang des Krummbachs, einem kleinen Gewässer mit großer Geschichte. Einst versorgte er das Kloster mit Wasser, trieb Mühlen an und war ein Ort der spirituellen Einkehr. Heute plätschert er friedlich durch ein stilles Wäldchen – als hätte er nie aufgehört, Geschichten zu erzählen. Früher meditierten die Mönche im Gehen, wir lassen uns lieber auf einer kleinen Brücke nieder, tauchen die Füße ins Wasser und genießen die Stille. Auch so spürt man, wie eng Natur und Spiritualität zueinander gehören können.
Wandertipp: Der barrierefreie Weg entlang des Krummbachs ist knapp 1,5 Kilometer lang – ideal für eine entspannte Runde mit Naturanschluss. Wer mehr will, kann den Pfad in größere Spaziergänge einbauen – dann wird’s abwechslungsreicher, aber nicht durchweg barrierefrei. Auch Pilger nutzen den Weg, um Naturerlebnis und innere Einkehr zu verbinden. Ein Spaziergang, der nicht nur die Beine, sondern auch den Kopf bewegt.
Wo das Wasser flüstert und Sonnenstrahlen tanzen, lädt ein Steg zum Innehalten ein.
Himmlische Auszeit mit vielen AttraktionenDie Barockstraße ist ganzjährig ein Erlebnis
Zum Abschluss unserer Reise sitzen wir zusammen, lassen die Eindrücke sacken – und merken: Es war mehr als nur ein Ausflug. Uns hat besonders die Mischung berührt: überwältigende Kunst, ein fast privates Konzert mit Organist Thomas Fischer und die stille Natur am Krummbach. Ein Dreiklang, der nachklingt.
Und weil Kulturhungrige selten lange satt sind, schmieden wir schon neue Pläne: Vielleicht zur Basilika Weingarten, wo eine weitere Gabler-Orgel himmlische Töne verspricht? Oder ins Kloster Bad Schussenried, wo der barocke Bibliothekssaal aussieht wie ein Ort, an dem selbst Bücher ehrfürchtig flüstern?
Reisetipps für Kulturinteressierte:
Ob 60 Jahre oder 600 – die Oberschwäbische Barockstraße ist kein One-Hit-Wonder, sondern ein Dauerbrenner für Kulturfans. Mit über 50 barocken Highlights von prachtvollen Klöstern über verspielte Schlösser bis zu charmanten Dorfkirchen zeigt sie, wie lebendig eine Epoche sein kann, die Lebensfreude und Vergänglichkeit kunstvoll vereint. Und das Beste: Viele dieser Orte berühren auch heute noch – ganz ohne Prunk, aber mit viel Gefühl. Also: Wiederkommen lohnt sich. Immer wieder.
Unterwegs auf der Oberschwäbischen BarockstraßeFAQ für deine Urlaubsplanung
Die Oberschwäbische Barockstraße ist eine der schönsten Ferienstraßen Deutschlands – und ein echtes Highlight für Kulturfans. Auf rund 860 Kilometern führt sie zu über 50 barocken Bauwerken, darunter prachtvolle Klöster, verspielte Schlösser und charmante Dorfkirchen. Neben der 370 Kilometer langen Hauptroute gibt es auch eine Süd-, West- und Ostroute. Orte wie Ulm, Ochsenhausen, Bad Schussenried, Weingarten und Biberach liegen direkt am Weg. Und das Beste: Die Barockstraße ist nicht nur zum Jubiläum 2026 ein Erlebnis – sondern immer wieder eine Reise wert, besonders im Frühjahr oder Herbst, wenn Kultur und Natur sich von ihrer besten Seite zeigen.
Im Kloster Ochsenhausen trifft barocke Pracht auf musikalische Meisterwerke: Die berühmte Gabler-Orgel erklingt bis heute in der Basilika St. Georg und sorgt für Gänsehaut mit Geschichte. Fresken schmücken Decken, Treppenhäuser und Säle – ein echtes Fest fürs Auge. Und wer hoch hinauswill, entdeckt die barocke Sternwarte auf dem Dachboden – einst ein Ort für Himmelsforschung mit drehbarer Kuppel und Teleskop. Ein Besuch, der Kultur, Klang und Kosmos verbindet.
Der Krummbach war für das Kloster mehr als nur ein hübscher Bach – er war die Lebensader. Er lieferte Wasser, trieb Mühlen an und diente den Mönchen als Ort der spirituellen Einkehr. Heute plätschert er friedlich durch die Landschaft – und erzählt dabei ganz leise von seiner bewegten Vergangenheit.
2026 wird gefeiert – und zwar das ganze Jahr über! Die Oberschwäbische Barockstraße lädt zu Festakten, Konzerten und Führungen ein, die barocke Kunst und Kultur neu erlebbar machen. Besonders stimmungsvoll wird’s in der Barockwoche Anfang August, wenn Musik, Architektur und Lebensfreude eine glänzende Liaison eingehen. Also: Kalender zücken und Kulturglanz einplanen!
Ob charmantes Familienhotel oder gemütliche Pension – entlang der Barockstraße findest du viele gastfreundliche Unterkünfte, von denen viele die AusZeit Card ausgeben. Mit dieser Gästekarte bekommst du freie Eintritte, Vergünstigungen und kannst den ÖPNV kostenfrei nutzen. Für Aktivurlauber und Spontanreisende gibt’s zudem zahlreiche Wohnmobilstellplätze – perfekt für alle, die Kultur und Natur flexibel verbinden möchten.
Neugierig geworden?Auf zur Barocktour: Kunst, Klang und Kultur entdecken!