Fußballspieler wirft einen Ball in die Luft auf dem Rasen des Kickers-Stadions in Stuttgart, mit dem Fernsehturm im Hintergrund unter klarem blauem Himmel.

Presse-FeatureEin Turm, drei Leben

von Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg
Heimatsymbol, Kompassnadel, Arbeitsplatz: Zum 70-jährigen Jubiläum erzählen drei Menschen, was ihnen der Stuttgarter Fernsehturm bedeutet

Mehr als Architektur: Der Fernsehturm als Ort von Emotion, Begegnung und Identität

An klaren Tagen sieht man ihn schon von Weitem – den schlanken, silbernen Zeigefinger, der sich über die Baumwipfel von Degerloch erhebt: den Stuttgarter Fernsehturm. Er thront seit 70 Jahren über der Stadt und ist doch mehr als nur ein Wahrzeichen. Oben steht Desiree Sanchez und schaut auf ihre Stadt. „Das ist mein Lieblingsblick“, sagt sie leise, fast andächtig. Seit zehn Jahren arbeitet sie als Kassiererin am SWR-Fernsehturm Stuttgart, fährt Gäste im Aufzug auf die Plattform, gibt Tipps, plaudert und verbreitet gute Laune. Sie kommt aus der Dominikanischen Republik und lebt schon so lange in Stuttgart, dass sie von sich selbst als Halbschwäbin spricht. Die Landeshauptstadt mochte sie sofort, wegen ihres internationalen Flairs und des riesigen Kulturangebots. Aber der Turm, erinnert sie sich, der war ihr allererster richtiger Sehnsuchtsort in Deutschland. „1994 stand ich zum ersten Mal auf der Plattform. Es war Sommer. Ich hatte einen weißen Rock an, der Wind hat ihn hochgeweht, ich habe gelacht und geweint vor Glück. Da wusste ich: Hier will ich bleiben.“ Heute lädt sie ihre Enkelkinder zum Kakao im Turm-Restaurant Leonhardts ein, zeigt ihnen die Stadt – und liest mit ihnen das Buch über den Fernsehturm. Da sind tolle Bilder und spannende Fakten über den Fernsehturm drin, findet sie. Und manchmal bleibt sie auch nach Feierabend oben, wenn Yoga-Matten ausgerollt werden oder ein Gin-Tasting beginnt. Der Turm ist längst nicht mehr nur Aussichtspunkt, sondern auch Erlebnisort.

Der Fernsehturm als Zuschauer

Nur wenige Meter entfernt sitzt Julian Leist allein auf den leeren Rängen und schaut auf das Fußballfeld. Direkt über dem Gazi-Stadion auf der Waldau erhebt sich die schlanke Silhouette des Fernsehturms. Der ehemalige Fußballprofi ist mittlerweile Übergangskoordinator bei den Stuttgarter Kickers. Er kennt diesen Ort seit Jugendtagen, hat hier viele Spiele absolviert – aber heute, ohne Publikum, ohne Mitspieler, spürt er die Geschichte des Stadions noch intensiver. Leist steht auf, joggt an der Seitenlinie entlang, bleibt auf Höhe der Mittellinie stehen und schaut nach oben. „Bei jedem Training und Spiel schaue ich mindestens einmal zum Turm“, sagt er. „Der gehört einfach dazu.“ Der Fernsehturm ist für ihn mehr als ein architektonisches Wahrzeichen. Er ist emotionaler Fixpunkt im sportlichen Alltag, Orientierung, Heimatsymbol. „Wenn ich im Flugzeug sitze und den Turm sehe, weiß ich: Ich bin daheim.“ Vom Fernsehturm bis hinunter in die quirlige City sind es etwa 15 Minuten mit dem Auto oder der Stadtbahn. Und Stuttgart ist nicht nur eine weltoffene Landeshauptstadt, sondern auch Architektur-, Auto- und Kulturmetropole – mit der Weißenhofsiedlung, dem Neubau von Stadtbibliothek und Kunstmuseum, Mercedes-Benz- und Porsche-Museum sowie der renommierten Oper und dem Ballett. Wer Stuttgart per Rundfahrt kennenlernen möchte, nutzt die Hop-on-Hop- off-Linien der Stuttgart-City-Tour. Abends geht’s dann zum Marienplatz. In einer Seitenstraße mixt Reiner Bocka dort Cocktails in seinem Café Galão. Die Fenster sind offen, die Sitzplätze fast alle belegt. Musik flirrt durch den Raum, Gläser klirren und die Band baut ihre Instrumente auf der Bühne auf. Seit 16 Jahren betreibt Bocka das Galão – einen Ort für Livemusik, für Begegnung und für improvisiertes Miteinander.

Ein Symbol für Weitblick und Vielfalt

Wenn Reiner zwischendurch rausgeht, um frische Luft zu schnappen, spaziert er gerne zum Marienplatz und hebt den Blick – nach oben, zum Fernsehturm. Sobald es warm wird, verwandelt sich der Platz hier unten zum Treffpunkt des Viertels. Wenn dann im Juli das Marienplatzfest beginnt, das Bocka selbst mitorganisiert, wird das Viertel zur Festivallocation mit Bands, Food-Ständen und Tanzflächen. Er schaut gerne auch hinter die schönen Fassaden: „Für mich ist der Fernsehturm auch eine Mahnung, dass Kommunikation in der Begegnung stattfindet – auf Augenhöhe. Botschaften zu senden, ist ein Leichtes. Aber sie so zu senden, dass sie ankommen, darauf kommt es an.“ Der Turm ist für ihn das Wahrzeichen für ein Stuttgart, das Stellung bezieht für ein vielfältiges, verbindendes und weitblickendes Miteinander. Und manchmal, wenn abends die Sonne untergeht und der Platz zum Hangout-Spot wird, denkt er: Der Turm sieht vielleicht alles. Aber der Marienplatz fühlt es.
Mehr Infos zu Stuttgart gibt’s hier: stuttgart-tourist.de

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Sannah Mattes

Stellvertretende Pressesprecherin | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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